HALTET DIE WELT AN!
Es sind diese besonderen Wochen. Alles, was man im Alltag irgendwie stehenlassen kann, das läßt man stehen. Alle Gespräche führen binnen Minuten zum selben Thema. Und selbst Menschen, die vier Jahre lang nicht zu wissen scheinen, daß der Ball rund ist, erwischt man – spätestens nach dem Sommermärchen 2006 – mit schwarz-rot-goldenem Gesichts Make-Up. Es ist endlich so weit: Es ist wieder Fußball WM. Ja, diesmal findet sie in einem augenscheinlich ganz komischen Land statt. Ja, die merkwürdige Beschallung mit den Vuvuzuelas hat bereits beim Confed Cup nervenschwache Zuschauer um den Verstand gebracht. Und ja, von einem bilderbuchmäßigen Ablauf des Turniers wie 2006 kann man mit Sicherheit nicht ausgehen. Aber: Anders als bei legendären Turnieren wie Mexiko 1986 und USA 1994 finden die Spiele zu christlichen Zeiten statt und somit wird dem Hardcore Fan das komplette Verfolgen der Vorrunde auch ohne Augenringe ermöglicht.
KIPFERL´S KLARTEXT
In Zeiten des Geldwahns
Schon wieder ist die Fußballpause vorbei. Kommt es Ihnen in diesem Jahr auch kürzer vor als sonst? Es scheint so, als hätte das Transferbrimborium des Sommers einen fast so in Atem gehalten, wie es eigentlich der Spielbetrieb sollte (aber oft nicht tut). Real Madrid hat mit (gepumpten!) Unsummen um sich geworfen, dass man fast schon von Wettbewerbsverzerrung sprechen muss – und auch in der Bundesliga wurden zweistellige Ablösesummen salonfähig. Und das alles nach einer Saison, die endlich mal wieder spannend war – und einen hochverdienten Meister VfL Wolfsburg kürte, der mit begeistertem Offensivspiel den schlechten Ruf des Retortenclubs zumindest für den Moment ablegen konnte.
EIN AUßERGEWöHNLICHES HOBBY
Dogdancing - Faszination auf 4 Pfoten
Mit 20 Jahren geht die junge Frau von heute in ihrer Freizeit ins Kino oder in die Disko? Das muss nicht immer so sein, wie wäre es mal mit was Anderem, etwas ganz Anderem? Ich verbringe meine Freizeit zusammen mit meiner Australian Shepherd Hündin Mira auf einer Wiese. Sie werden jetzt denken, wir gehen Spazieren. Nein, wir tanzen! Die eigentliche Bezeichnung lautet Dogdancing. Die Meisten von Ihnen werden noch nie etwas davon gehört haben, aber das gibt es wirklich.
KIPFERL´S KLARTEXT
Europameisterschaft 2008
Der Ball rollt fast schon, die Kader sind nominiert und die Fähnchen am Auto gehisst: Es kann losgehen in Österreich und der Schweiz! Doch wer wird gewinnen – und wer muss schon nach der Vorrunde heimfahren? Bamberg Guide wagt den EM-Check...
EDITORIAL
Ein ganzes Leben bergab, oder: warum Frauen eben so sind, wie sie sind
Liebe Leser, über mehrere Monate hat unsere Kolumnistin Lena Stahl sich über das - in ihrer Meinung eher erbärmliches - Dasein als Mann ausgelassen. Und ja, es stimmt: Wir können oft nur eine Sache gleichzeitig tun - und nochmal ja, wir freuen uns über eine gutaussehende Bedienung. Und wenn die dann zum Kassieren Ihre Brüste auf unsere Augenhöhe bringt - ein kurzer Blick in den Himmel...
ACHTUNG, GEISTIGE UMNACHTUNG!
Die ultimative-Verwirrung-ist-ganz-normal-Kolumne
Alle von uns tun es. Immer wieder. Das Schlimme daran ist, dass jeder einzelne die Eigenschaft nur auf sich bezieht. Aber durchaus sind die meisten Menschen, die ich treffe, ein bisschen so. Die Rede ist von der akuten Dummheit. Natürlich ist es nicht so, dass Menschen, die ab und an was richtig Dummes tun, grundsätzlich dumm sind. Das Problem an dieser Sache liegt nun so, dass die meisten Mitmenschen keine Ahnung haben, dass es fast allen so geht. Manchmal ist man einfach blöd.
HABEN’S MäNNER WIRKLICH NICHT DRAUF?
Eine Frau sinniert über Sinn und Zweck des Multitaskings
Männer sind praktisch. Sie können anpacken, rumwuchten, aufbauen, reparieren, planen, abbauen, Autoreifen wechseln und auch sonst eine ganze Menge mehr. Im Grunde genommen ist daran nichts auszusetzen. Wenn sie doch nur zwei bis drei Dinge vielleicht gleichzeitig erledigen könnten, würde alles doppelt so schnell gehen. Das Problem an der Sache ist nun, dass Männer auch alles immer tausendprozentig machen müssen. Nach weiblicher Logik kann man Dinge genauso gut machen, wenn man ihnen nicht die gesamte Aufmerksamkeit über Stunden hinweg widmet. Mit Stunden meine ich Stunden.
WENN DAS STEAK AUF DEM GRILL GEFRIERT
Sommer in Bamberg
Mal ehrlich, wer ist in Deutschland mit dem Sommer zufrieden? Die wenigsten. Ich auch nicht. Geschweige denn, glücklich. Im Moment sieht es für mich eher danach aus, als würde es den „richtigen Sommer“ überhaupt nicht mehr geben. Liegt das vielleicht an der Klimaerwärmung? Dann müsste es logischerweise wärmer werden. Aber scheinbar nicht bei uns. Mit dem Thema Treibhauseffekt befasste ich mich also sehr intensiv und kam zu dem Schluss, dass es für uns in Mitteleuropa erstmal nicht ganz so rosig aussieht mit dem Sommer über 20 Grad. Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass ich leicht zur Verklärung neige. Als ich zwischen 9 und 13 Jahren alt war, war das alles anders, habe ich den Eindruck. Meine Mutter allerdings erzählt mir schmunzelnd eine andere Geschichte, die nämlich von mir und meiner kleinen Schwester, wie wir Mitte Februar mit kurzen Hosen im Garten Gummitwister spielten. Wahrscheinlich, so schließe ich daraus, sind Kinder einfach nicht so verfroren.
ACHTUNG, BISSIGE STUTE!
Die ultimative Zicken-Kolumne
Eigentlich verstehe ich diesen ganzen Jugend-Schönheits-Schlankheits-Wahn. Es ist ja auch ganz einfach: Damit kann man eine Menge Geld machen, wenn man grade zufällig Inhaber einer Kosmetikfirma oder plastischer Chirurg ist. Wenn man das nicht ist, treibt einen dieser Wahn in die Nervenklinik. Oder eben ins Internet zum Kolumnenschreiben. Je nach Verarbeitungsmöglichkeit wählte ich wohl die gesündere Alternative. Trotzdem frage ich mich jeden Tag aufs Neue, was Menschen dazu treibt, sich derartig irgendwelchen Modeerscheinungen zu unterwerfen. Vor allem Frauen sind meiner Ansicht nach extrem unterwürfig gegenüber diesen sadistischen Spielereien unserer Gesellschaft.
WIR SIND EIN FREIES LAND
Oder: Wie blauer Dunst ganz Bayern spaltet
Wir leben in einem freien Land, in dem jeder seine Meinung sagen darf und jeder sein Leben gestalten kann, wie er möchte. Problematisch wird dieser Ansatz nur dann, wenn man andere mit dem eigenen Lebensstil beeinträchtigt. Das ist – aus der Sicht eines Rauchers – ein nahezu unüberwindbares Problem. Die Gesetzgebung fühlte sich also verpflichtet, Nichtraucher zu schützen. Seit 1. Januar ist also in ganz Bayern das Rauchen in Gaststätten untersagt. Eine Gegenmaßnahme sind sogenannte „Raucherclubs“, die auch in Bamberg einiges an Genussfähigkeit und Lungenkrebsverbreitung weiterhin ermöglichen.
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