RUBRIK: INSIDE Bamberger Hotelbetriebe lehnen Kulturförderabgabe ab 
Kein Bedarf für weitere Hotels Auf Einladung vom Stadtmarketing Bamberg haben sich die Vertreter der Bamberger Hotelbetriebe einstimmig gegen die geplante Einführung einer Kulturförderabgabe ausgesprochen .
Nach Angaben des Vorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes Volker Wrede wirkt eine Kulturförderabgabe psychologisch abschreckend auf Übernachtungsgäste und kulturell Interessierte. "Die Menschen werden durch die bestehenden Abgaben an Bund, Länder und Gemeinden bereits heute schwer belastet und vertragen in der aktuellen Wirtschaftskrise keine zusätzlichen Abgaben", so Volker Wrede. Nach Ansicht von Citymanager Klaus Stieringer gefährdet die Einführung einer Kulturförderabgabe bestehende Existenzen von Hotelbetrieben in Bamberg. "Kostenerhöhungen bei Übernachtungen und Kulturveranstaltungen durch gestiegende Lebensmittel, Personal- und Energiekosten könnten in Zusammenhang mit einer zusätzlichen Kulturförderabgabe in Bamberg zu existenzbedrohenden Ertragsrückgängen führen", betont Klaus Stieringer.
Die Vertreter der Bamberger Hotelbetriebe äußerten zudem starke Kritik an der vorgehensweise der Politik im Zusammenhang mit einer Kulturförderabgabe. "Die Bamberger Hotelbetriebe wurden als unmittelbar Betroffene bislang weder von der Verwaltung, noch von den Fraktion, angehört", kritisiert der Vorsitzende des Bamberger Hotel- und Gaststättenverbandes Volker Wrede. Nach Aussagen von Citymanager Klaus Stieringer haben bereits mehrere Veranstalter angekündigt im Falle einer Kulturförderabgabe in das Bamberger Umland und andere Kommunen auszuweichen. "Wenn sich die bestehenden Veranstaltungsangebote durch die Einführung einer Kulturförderabgabe in Bamberg reduzieren", so Klaus Stieringer , "war die Einführung dieser Steuer eine echte Milchmädchenrechnung".
Keine zusätzlichen Belastungen Auch die freie Kultur- und Theaterszene in Bamberg wird, nach Einschätzungen von Volker Wrede die Kulturförderabgabe ablehnen. "Die Preise in Bamberg sind ausgereizt und werden vom Kunden nicht getragen", so Volker Wrede. Nach Ansicht von Volker Wrede sollten zudem für eine mögliche Kulturförderabgabe insbesondere Banken und Industriebetriebe einbezogen werden, anstatt die in den letzten Jahren gebeutelten Hotel- und Gaststättenbetriebe nach dem Rauchverbote durch zusätzliche Abgaben zusätzlich zu belasten.
Neubau abgelehnt Einstimmig abgelehnt wurde auch der Bau und die Planung weiterer Hotelbetriebe in Bamberg. Nach Einschätzungen von Volker Wrede hat Bamberg keinen Bedarf an weiteren Hotelkapazitäten. "Nachdem die Auslastung der bestehenden Hotelbetriebe in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen ist, verdrängen neue Übernachtungsbetriebe nur noch die bestehenden Unternehmen", so Volker Wrede. Grundlage für den Bau neuer Hotelbetriebe ist, nach Angaben von Hotel- und Gaststättenverband und Stadtmarketing das aktuelle Hotelgutachten der Stadt Bamberg. "Leider wurden die Vertreter der Bamberger Hotelbetriebe in das Hotelgutachten der Stadt nicht eingebunden. Deshalb waren sogar die großen Hotelbetriebe der Stadt von den Ergebnissen des städtischen Gutachtens überrascht", erklärt Volker Wrede. Das gutachterlich aufgezeigte Defizit im Bereich der Low-Budget Hotels wird, nach Einschätzungen von Citymanager Klaus Stieringer, zunehmend durch kleinere Hotelbetriebe und private Zimmerangebote in Bamberg angedeckt.
Das Treffen der Bamberger Hotelbetriebe soll zukünftig zweimal im Jahr stattfinden Frank Märzke, 07.05.2010 Quelle: Text und Logo Stadtmarketing Bamberg |