Stadtarchiv

Der Standort seit Juli 1991

Das Stadtarchiv Bamberg archiviert das Schriftgut der Stadtverwaltung Bamberg, der unter städtischer Verwaltung stehenden Stiftungen, der städtischen Schulen, Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften, einschließlich ihrer Rechtsvorgänger, sowie der Zweckverbände mit städtischer Beteiligung, soweit diesem für die wissenschaftliche Forschung, zur Sicherung berechtigter Belange Betroffener oder Dritter oder für Zwecke der Gesetzgebung, Rechtsprechung oder Verwaltung bleibender Wert zukommt.


Die Archivalien des Stadtarchivs Bamberg

Die Aufgaben

Ferner archiviert das Stadtarchiv - nach gesonderter Vereinbarung - Archive von Privatpersonen, Vereinen, Firmen u. a. mit besonderem Bezug zur Stadt Bamberg. Das Archiv sammelt auch Dokumentationsmaterial zur Geschichte der Stadt Bamberg. Angeschlossen ist eine öffentlich zugängliche Dienstbibliothek.

Das Archivgut erstreckt sich räumlich vorwiegend auf das Stadtgebiet, daneben aber auch auf das nähere und weitere Umfeld, soweit dazu städtische Einrichtungen Beziehungen unterhielten. Die Bestände reichen vom 13. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.


Die Archivalien des Stadtarchivs Bamberg

Die Geschichte des Stadtarchivs

Spätestens mit dem Bestehen eines eigenen Rates im 13. Jahrhundert und dem damit einhergehenden Recht auf eine gewisse Selbstverwaltung hatte die Stadt Bamberg auch ein eigenes "Archiv", wenngleich ein solches erst 1440 - aus Anlass seiner Zerstörung durch Blitzschlag - ausdrücklich erwähnt wurde. Soweit die Archivalien, in erster Linie weitgehend Urkunden, zu diesem Zeitpunkt nicht anderswo verwahrt waren, scheinen sie dabei verbrannt zu sein. Die damals bereits bestehenden Stiftungen verfügten über eigene Ablagen, so dass ihre Urkunden und sonstigen Dokumente bis heute großenteils erhalten sind.

In bayerischer Zeit wurde die Aufbewahrung des archivierten Schriftguts von der städtischen Verwaltung in Form einer reponierten Altregistratur wahrgenommen, ehe 1907 die Stadt Bamberg ihr "Archiv" dem Staatsarchiv Bamberg als Depositum zur Verwaltung und Betreuung überließ. 1932 errichtete die Stadt Bamberg ein eigenes Archiv - später unter hauptamtlicher Fachleitung -, in das die älteren und zunehmend auch die jüngeren Bestände eingebracht wurden. Nach verschiedenen provisorischen Unterbringungen befindet sich das Stadtarchiv seit Juli 1991 an seinem jetzigen Standort.

Die Geschichte des Gebäudes

1901 errichtete der seit 1897 als Stadtbaumeister in Bamberg wirkende Architekt Hans Jakob Erlwein (1872-1914) das Chirurgische Krankenhaus im Stil des Neobarocks als städtebaulich und medizinisch gelungene Ergänzung zu dem benachbarten, seit 1789 bestehenden Allgemeinen Krankenhaus. Zahlreiche Umbauten veränderten in der Folge das Gebäude, dessen weitere Nutzung nach dem Bezug des Klinikums 1984 umstritten war; während der ältere "Erthal-Bau" schließlich veräußert wurde, verblieb die "Chirurgie" in städtischem Besitz und wurde weitgehend in den Entstehungszustand "zurückgebaut".

Auf die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes als Krankenhaus nehmen allegorische Reliefs Bezug, die an den Fassaden angebracht sind. 1986 wurden schließlich erste Vorbereitungen und Planungen eines Umbaus zum Stadtarchiv getroffen, zwei Jahre später begannen die Baumaßnahmen, im Juli 1991 erfolgte der Umzug des Stadtarchivs.

Das Gebäude verfügt über weitgehend getrennte Bereiche für die Öffentlichkeit (Lesesaal, Seminar- und Vortragsraum, Ausstellungsräume), für die Verwaltung einschließlich der erforderlichen Werkstätten sowie hohen Sicherheitsanforderungen entsprechende Magazine mit einer Gesamtfläche von ca. 1150 m² und einer Lagerkapazität von etwa 11.400 Regalmetern.

Stadtarchiv Bamberg
Untere Sandstraße 30a
96049 Bamberg

Tel.: 0951-871371
Homepage: www.bamberg.de/stadtarchiv

Öffnungszeiten:
Montag-Mittwoch: 8.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag: 8.00 - 20.00 Uhr
Freitag: 8.00 - 14.30 Uhr

Preise:
Frei (Gebühren können anfallen)

____

© GuideMedia GbR 2007

Alle Museen: